Macht mich mein Smartphone zum Fotograf?

Mal eben das Smartphone gezückt, ein Selfie gemacht. Ein paar Instagram-Filter drauf gelegt, die Sättigung erhöht. Schwarzweiß oder doch lieber im Sepia Look? Ein paar Regler rauf und runter geschoben und schon ist es fertig, das professionelle Selfie. Ein paar Stunden später: Ein toller Sonnenuntergang. Das Smartphone aus der Tasche geholt, gegen das Licht fotografiert und im Nachhinein die Belichtung scheinkorrigiert. Die Likes schießen in die Höhe und man erfreut sich an der Aufmerksamkeit anderer. Ein gutes Gefühl! Jedes Bild ist ein einmaliges Meisterwerk. Pah!

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Ist es wirklich so einfach und kann das Smartphone mittlerweile die professionelle Spiegelreflexkameras ersetzen? Oder ist es mehr Schein als Sein und die Bilder wirken nur auf den kleinen Displays der Smartphones so, als hätte sie ein Profi mit 10 Jahren Berufserfahrung gemacht?

Wer schonmal versucht hat seine Instagram- oder andere mit dem Smartphone gemachten Bilder auf ein großes Poster zu drucken, der weiß, dass sein Meisterwerk dann plötzlich gar nicht mehr wie ein Meisterwerk aussieht. Und wir reden hier von wirklich großen Postern! Blasse Farben, Seltsame Kontraste und ein undefinierter Pixelbrei, um nur ein paar Merkmale zu nennen.

Apple, Samsung, LG, Sony und andere Smartphone Hersteller führen den langanhaltenden Wettkampf um die Zahl der Megapixel und es ist klar, dass die Kameras immer besser werden. Ob das Smartphone aber jemals das Objektiv einer Spiegelreflex Kamera ersetzten wird, bleibt kritisch zu hinterfragen! Zumal der Beruf als Fotograf nicht umsonst mühevoll erlernt werden muss.



  • Geschrieben am 20.November 2014,
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