Kreischen, Schreien, Zittern.

Es ist der Nervenkitzel, der Tausende Menschen jedes Jahr dazu bringt, in Freizeitparks zu drängen, stundenlang in der Warteschlange zu stehen, nur um in Achterbahnen und Karussells zu steigen und der Schwerkraft zu trotzen. Doch wem haben wir diesen berauschenden Adrenalinkick eigentlich zu verdanken? Wir stellen euch Werner Stengel vor, den „Meister des Nervenkitzels“, der Erfinder der ersten Stahlachterbahn Deutschlands!

Wegen ihm stehen die Menschen in Asien, Amerika und Europa buchstäblich Kopf – und kreischen sich dabei die Seele aus dem Leib. Wohl ein eindeutiges Zeichen, dass er seinen Job gut beherrscht. Die von ihm erfundene Stahlachterbahn kam auf dem Oktoberfest 1964 zum ersten Mal zum Einsatz, damals noch mit einer Maximalgeschwindigkeit von 50 km/h.

Stengel Achterbahn

Mittlerweile gehören mehr als 600 Fahrgeschäfte, darunter auch zahlreiche Karussell, Wassergeschäfte und Riesenräder zu seinen Werken. Doch die Achterbahnen sind und bleiben sein Steckenpferd. Innovativ arbeiten und nicht dem Standard hinterherlaufen, das ist sein Erfolgsrezept. Dinge tun, die andere sich nicht trauen. Mit diesem Hintergrund erschuf er technische Details, die die Bahnen heute bis zu 240 Stundenkilometer fahren lassen. Wie erklärt sich Stengel den weltweiten Run auf Achterbahnen und Freizeitparks? Vor allem in China oder Japan, Amerika und in den skandinavischen Ländern ist das Interesse riesig.  Die Mischung aus Mut, Angst und Lust machen Achterbahnfahrten wohl so reizbar für uns. Sie lassen uns für kurze Zeit in eine Welt der Extreme und Geschwindigkeit eintauchen und verschaffen uns eine willkommene Abwechslung vom Alltag.

Achterbahn GeschichteAchterbahn Looping



  • Geschrieben am 26.September 2011,
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